Kammgarn Flügel West: Eine Hochschule als Ankernutzerin

Der Stadtrat präsentiert das neue Nutzungskonzept für den Flügel West des Kammgarngebäudes. Unter einem Dach sollen Wirtschaft, Bildung und Kultur Platz finden. Für zwei Stockwerke konnte als Ankernutzerin eine private Hochschule gewonnen werden. Ausserdem legt der Stadtrat konkrete Vorschläge für die Gestaltung des Hofes und für eine unterirdische Parkierung vor.

Der Stadtrat will den Flügel West des Kammgarngebäudes, in welchem nach dem Auszug der Hallen für Neue Kunst und dem Wegzug der Installation "Das Kapital" insgesamt 7‘500 Quadratmeter zur Verfügung stehen, einer gemischten Nutzung zuführen. Neben wirtschaftlichen, sollen auch öffentliche und kulturelle Nutzungen möglich sein. Ziel der Entwicklung der Liegenschaft ist es, für die Stadt und die Region einen echten Mehrwert zu erzielen. Dabei bietet sich die grosse Chance, die neue Nutzung zusammen mit der Neugestaltung des Kammgarnhofs zu realisieren.

Als erste Partnerin für die Nutzung des Flügels West der Kammgarn konnte eine private Hochschule gewonnen werden. Eine unterzeichnete Kaufabsichtserklärung für das zweite und dritte Stockwerk liegt vor. Weil ein solches Aus- und Weiterbildungsangebot für den Wohn- und Wirtschaftsstandort Schaffhausen grosse Bedeutung hat, wird auch der Regierungsrat das Projekt «Hochschule Schaffhausen» unterstützen. Er wird beim Kantonsrat einen entsprechenden Antrag stellen. Auch die Industrie- und Wirtschaftsvereinigung sowie die kantonale Wirtschaftsförderung sehen in einem zukunftsfähigen Bildungsangebot eine einzigartige Chance für Schaffhausen. Die unter dem Namen «Hochschule Schaffhausen» geplante Institution will in Abstimmung mit der regionalen Wirtschaft eine breite Palette an Studienrichtungen anbieten. Das semi-virtuelle Unterrichtsmodell wurde bereits in Deutschland und Österreich erfolgreich umgesetzt. Die Präsenzzeiten der Studierenden werden so gestaltet, dass die Unterrichtsräumlichkeiten regelmässig belegt sind. Die Wirtschaft wird nicht nur von neuen Ausbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte und der Forschungszusammenarbeit profitieren. Auch für das Gastgewerbe, die Hotellerie und den Detailhandel werden positive Auswirkungen erwartet. 

Während im Erdgeschoss und im ersten Stock des Flügels West öffentliche und kulturelle Nutzungen möglich werden sollen, ist im vierten Stockwerk eine wirtschaftliche Nutzung mit entsprechenden Arbeitsplätzen vorgesehen. Die Stadt führt momentan Gespräche mit Kaufinteressenten.

Mit diesem Nutzungslayout soll ein erheblicher Mehrwert für die Region und die Stadt geschaffen werden, ohne die städtischen Finanzen übermässig zu belasten. Dies wird möglich, indem mit dem Erlös aus dem Verkauf von drei Stockwerken ein wesentlicher Teil des städtischen Investitionsbedarfs für die Sanierung der Liegenschaft (Marktfähigkeit) finanziert werden kann. Über die Einräumung von Vorkaufs- und Rückkaufsrechten für die Stadt soll sichergestellt werden, dass die verkauften Stockwerkeigentumseinheiten für die vorgesehene Nutzung eingesetzt und nicht ohne Einwilligung der Stadt weiterverkauft werden können.

Konkrete Pläne gibt es zwischenzeitlich auch für die Gestaltung des Hofes. Das Ziel der Stadt ist es, den Kammgarnhof attraktiver und in Einklang mit den neuen Nutzungen im Flügel West zu gestalten. Wichtigstes Element ist dabei die Erstellung eines unterirdischen, einstöckigen Parkhauses. Die Gesamtzahl öffentlicher Parkplätze soll dabei erhalten  bleiben, was durch Kompensation in unmittelbarer Nähe möglich wird. Der Hof soll in verschiedenen Zonen diverse Nutzungsmöglichkeiten zulassen und mit Bäumen und einem Wasserelement gestaltet werden sowie Sitzmöglichkeiten auch für zukünftige Restaurationsbetriebe im Erdgeschoss des Flügels West erhalten. Ein zusätzlicher Durchgang von der Altstadt her soll die Zugänglichkeit des Areals stark verbessern.

Die Hofgestaltung und die Frage nach der Neunutzung von Erdgeschoss und erstem Obergeschoss des Flügels West werden im Rahmen des öffentlichen Informationsanlasses vom Samstag, 30. Mai detailliert vorgestellt und diskutiert.

Auf Herbst dieses Jahres ist eine Vorlage an den Grossen Stadtrat geplant. Eine Volksabstimmung wird voraussichtlich 2016 stattfinden können.

 

Umgestaltung Kammgarnareal

Def Baureferat Rheinufer Kammgarn allgemein

 

Grosszügiger Einstieg ins Wasser

Der Rheinuferplatz am Lindli mit seinem neuen bequemen Einstieg ist fertig. Die alte Treppe wurde dabei von 9 m auf 25 m verbreitert und ihre Stufen führen bis hinunter auf den Rheingrund. Auch in Richtung Büsingen erleichtern zehn neue Treppen den Zugang zum Wasser. Von hier aus bis zur Landesgrenze wurde die niedrige Mauer des Treidelpfades mit zwölf Sitzelementen aus Beton ergänzt. Somit bieten sich attraktive Verweilmöglichkeiten am Rheinufer.

 

Dank an die Mitwirkenden

Der Stadtrat bedankt sich mit einer Tafel auf dem Fronwagplatz bei allen, die Ideen und Anregungen zur Neugestaltung des Rheinufers eingebracht haben. Auf der Dankestafel ist eine Auswahl der erhaltenen Rückmeldungen aufgeführt.

Mit einer Tafel, die am Montag, 20. Oktober auf dem Fronwagplatz in Schaffhausen aufgestellt wird, bedankt sich der Stadtrat öffentlich bei all jenen, die sich mit Ideen und Hinweisen für die Teilprojekte zum Masterplan Gestaltung Rheinufer engagiert haben. Die öffentliche Diskussion wurde vor ziemlich genau einem Jahr Ende Oktober 2013 lanciert. Seither werden die Rückmeldungen, die auf verschiedenen Kanälen im Baureferat der Stadt eintrafen, gesammelt und den jeweiligen Projektverantwortlichen sowie dem Stadtrat weitergeleitet. Nicht alle Ideen und Wünsche können umgesetzt werden, doch die Anregungen werden in die weiteren Projektplanungen soweit wie möglich einfliessen.

Die nächsten Schritte des Masterplans Gestaltung Rheinufer werden fortlaufend getätigt. Das Teilprojekt 3, die Umgestaltung des Kammgarnareals inklusive Neunutzung der ehemaligen Hallen für Neue Kunst, ist aufgrund der aktuellen Situation etwas in Verzug. Auch in diesen Prozess wird die Öffentlichkeit weiterhin einbezogen. Eine nächste Veranstaltung ist für das 1. Quartal 2015 geplant, welche auf den Ergebnissen der ersten Veranstaltung vom Mai 2014 aufbauen wird. Das Teilprojekt 4, die Sanierung und Aufwertung der Rheinuferstrasse, wird momentan intern erarbeitet und soll im Sommer 2015 in einer entsprechenden Vorlage dem Grossen Stadtrat und der Öffentlichkeit im Detail vorgestellt werden. Über die Arbeiten am Lindli wurde die Bevölkerung bereits informiert, auch sie gehören zum Masterplan Gestaltung Rheinufer. Die Verbesserungen der Sitzgelegenheiten am Wasser und die Aufwertung des Rheinuferplatzes werden bis zum kommenden Frühjahr realisiert.

Weiterhin freut sich der Stadtrat über Rückmeldungen zu den anstehenden Projekten. Neben den Postkarten kann auch das Gästebuch unter www.rheinufer-sh.ch sowie die dazugehörige Facebook-Seite www.facebook.com/rheinuferschaffhausen genutzt werden.

 

Zur Zukunft des Kammgarnareals

Am 24. Mai 2014 hat der Ideenaustausch Kammgarnareal stattgefunden. Wir möchten allen Teilnemenden herzlich für Ihr Engagement, Ihre Zeit und natürlich Ihre Ideen danken. Die auf den Tischvorlagen festgehaltenen Vorschläge wurden zwischenzeitlich aufgearbeitet, priorisiert und ihre Machbarkeit überprüft. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung Ende Juli vom Kurzprotokoll und Bericht Kenntnis genommen. Weitere Informationen finden Sie unter Projekt 3: Kammgarnareal

 

Aktualisierung des Masterplans Rheinufer

Der Zwischenbericht (September 2013) zum Masterplan Rheinufer liegt vor. Nachdem die Teilprojekte 'Rhybadi' und 'Freier Platz' umgesetzt sind, beziehungsweise in den nächsten Monaten abgeschlossen werden, wird als nächstes das Teilprojekt 'Rheinuferstrasse' angegangen. Die Rheinuferstrasse muss in den kommenden Jahren zwingend saniert werden. Gleichzeitig soll das Rheinufer entlang der Strasse entscheidend aufgewertet und die Verbindung zur Altstadt verbessert werden. Im Frühjahr 2014 wird mit der Bevölkerung über die Zukunft des Kammgarnareals an einer öffentlichen Veranstaltung diskutiert und das weitere Vorgehen besprochen.

 

Neues Kommunikationskonzept

Damit die Bevölkerung besser darüber informiert ist, warum am Rheinufer gehandelt werden muss und was für Veränderungen geplant sind, wird zudem die Kommunikation verstärkt. Bau- und Informationstafeln geben einen Überblick über die verschiedenen Aktivitäten. Blachen entlang des Rheinufers sollen die Bevölkerung für die geplanten Massnahmen sensibilisieren. Zwei spezielle Briefkästen werden am Freien Platz und an der Rheinuferstrasse (Übergang Klosterstrasse/Rheinuferstrasse) aufgestellt. Passanten haben so die Möglichkeit, via Antwortkarten ihre Meinung, Anregung oder Hinweise zur Gestaltung des Rheinufers abzugeben. Auch auf der Internetseite: www.rheinufer-sh.ch und auf Facebook (Rheinufer Schaffhausen) haben Interessierte Gelegenheit, sich zum Masterplan und den einzelnen Teilprojekten zu äussern.

Das städtische Hochbauamt führt zudem am 2. und 14. November, jeweils um 14 Uhr, einen Spaziergang zur Vorstellung des Teilprojektes 4, Rheinuferstrasse durch. Treffpunkt ist beim Parkplatz Beckenburg.

 

Spatenstich der Bauarbeiten am Freien Platz

Das Rheinufer soll attraktiviert und aufgewertet werden. An diesem Grundsatz hielt der Stadtrat weiter fest, obwohl die Vorlage zur Sanierung und Aufwertung der Rhybadi am 17. Juni 2012 abgelehnt wurde. Der Stadtrat wurde in seiner Absicht bestätigt: Der Grosse Stadtrat hiess in der Sitzung vom 13. November 2012 die überarbeitete Vorlage gemäss Bericht und Antrag der Fachkommission vom 7. November 2012 zur Sanierung des Freien Platzes mit 31 zu 1 Stimmen klar gut. Mit der geplanten Neugestaltung kann der Platz mit den drei historischen Stadtfassaden seine räumliche Wirkung hin zum Rhein besser entfalten. Die neuen Sitzinseln sowie die Quaimauer werden künftig Passanten zum Verweilen einladen. Der aus Asphalt bestehende Belag soll als Ganzes wirken und die Dominanz der Strasse verhindern. Als prägende Elemente dienen zwei Buswartehäuschen, welche mehrere Anforderungen erfüllen. Sie dienen als Sitzgelegenheit, als Wind- und Wetterschutz und als  Fahrplaninformation. Der flussseitige Bau wird  zudem eine Billettverkaufsstelle der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein beherbergen.

Die Bauarbeiten beginnen am 23. Oktober 2013 und dauern voraussichtlich bis an Ostern 2014. Auf die neue kommende Saison wird die Schifflände in neuem Glanz erstrahlen.